Kleinbäuerliches Leben
Hier öffnet sich das Fenster in das bäuerliche Alltagsleben vergangener Jahrhunderte: Zwischen Fachwerk und Ackergerät erzählen Spinnrad, Pflug und Milchkanne von Arbeit, Entbehrung und Zusammenhalt. Alltagsgegenstände bewahren diese stille Chronik der Dorfgemeinschaft – ein Blick in die Welt jener, die mit der Erde lebten und sie zugleich formten.
Leben zwischen Acker und Fluss – Das bäuerliche Erfelden am Rhein
Im 17. bis 20. Jahrhundert war Erfelden geprägt vom Rhythmus des bäuerlichen Lebens – und vom nahen Rhein, der Nahrung, Arbeit und Gefahr zugleich bedeutete. Zwischen Ackerbau, Viehhaltung und Fischerei bestimmten Jahreszeiten, Hochwasser und Ernte das Dasein. Die Menschen lebten von dem, was die Erde und der Fluss hergaben – bescheiden, doch mit Geschick, Ausdauer und festem Glauben an die Ordnung der Natur.
Im Museum erzählt dieser Raum von jener Zeit, als Feldarbeit und Fischfang den Alltag bestimmten. Pflug, Sense und Egge stehen neben Netzen, Reusen und Bojen der Rheinfischer – stille Zeugen einer Welt, in der Land und Wasser untrennbar verbunden waren. Die Werkzeuge tragen die Spuren harter Arbeit, aber auch die Würde einer Lebensweise, die auf Erfahrung, Gemeinschaft und dem respektvollen Umgang mit der Natur beruhte.
Die Ausstellung führt zurück in eine Epoche, in der Selbstversorgung selbstverständlich war und der Fluss zugleich Grenze, Handelsweg und Lebensquelle blieb. Sie macht sichtbar, wie Erfelden aus dieser engen Verbindung von Acker und Rhein seine Identität formte – ein Dorf, das vom Wasser lebte, auf dem Land wurzelte und dessen Geschichte in jedem Werkzeug, jedem Netz und jeder Holzschaufel weiteratmet.





